Zeitungsartikel

So ein Zirkus: Grundschüler sind die Stars in der Manege

Mitmachzirkus Flip-Flop übt mit Kindern der Ganztagsgrundschule ein Programm ein / Freitag ist öffentliche Galavorstellung

Die Bälle fallen immer runter, die Ziegen sind eigensinnig, die Arme tun vom Handstand weh, und wie war der Moderationstext nochmal? Für die Mädchen und Jungen der Ganztagsgrundschule Stendal ist in dieser Woche alles anders:
Zirkus ist angesagt! Der Mitmachzirkus Flip-Flop hat für fünf Tage sein Zelt gleich neben der Schule aufgeschlagen, und dort wird nun seit Montag geprobt. Immer drei Klassen an jedem Tag, von morgens bis nachmittags, und am frühen Abend gibt es eine Vorstellung für Eltern, Geschwister und Großeltern. Freitag dann ist der große Tag:
Die besten Showelemente werden noch einmal gezeigt – in einer Galavorstellung für die Öffentlichkeit (Beginn 16 Uhr).
«Den Kindern macht das total viel Spaß, man sieht, wie sie aufblühen und ganz anders als im Unterricht sind.
»Lucia Cornelius kann sich einfach nur begeistern für die Arbeit mit den Grundschülern. Die junge Frau studiert eigentlich Lehramt, hat sich aber für den Mitmachzirkus ein Jahr Auszeit genommen. Dass die Idee, mit einem Mitmachzirkus an die Schulen zu gehen, ankommt, ist sonnenklar, wenn man die Kinder beim wuseligen Treiben im und neben dem Zirkuszelt beobachtet. Sie haben ja nur ein paar Stunden, um ihre Artistik und Akrobatik, Clowns und Tiernummern einzuüben.
«Hier können wir unsere Kinder mal von einer ganz anderen Seite kennenlernen», freut sich Lehrerin Anke Junghanns, «und sie selbst entdecken ihre Stärken und Talente.»

Stendal, 11. Juli 2012, Nora Knappe Quelle: Der Altmärker

Manege frei für kleine Stars

Wenn aus Kindern wahre Künstler werden, dann ist der Mitmachzirkus in der Stadt.
Eine Woche trainierten die 280 Schüler der Klassen 1 bis 6 der Kästner-Grundschule im Zirkus Flip Flop.

Einen Käfig brauchen die Zirkustauben nicht. Nach dem Training am Vormittag genießen sie die Ruhe hinter dem Zelt, fressen leckere Mais- und Getreidekörner und baden in einer kleinen Wanne.
Ans Wegfliegen denken sie nicht. Der Zirkus ist ihr Zuhause. Auch einige Kinder der Erich-Kästner-Schule in Schwedt würden den Zirkus am liebsten zu ihrem Zuhause machen. Voller Eifer und Enthusiasmus sind sie in die Zirkuswoche gestartet. In mehreren kleinen Gruppen wurde geübt. Jonglieren, Clownerie sowie Akrobatik standen auf der Auswahlliste, nicht zu vergessen die Tierdressuren. Dabei verstanden es alle Zirkusmitarbeiter hervorragend, den Kindern die Kombination aus Spiel, Spaß und Spannung näherzubringen.
Jede Gruppe zeigt dann das Gelernte in einer Veranstaltung am zweiten Trainingstag. Den großen Abschluss bildete die Gala am Freitag. Insgesamt zwölf unterschiedliche Zirkusnummern präsentieren die vier Zirkusmitarbeiter aus der Artistenfamilie den Kindern. Anschließend können diese entscheiden, welche Nummer sie einstudieren wollen. Alisa und Shona aus der 2a sind sich recht schnell einig: Die bunten Kostüme der Clowns sind ihre Favoriten.
In der Gruppe üben sie nicht nur den Ablauf der Programmnummer, sondern auch, wie sie ihr Publikum ganz einfach zum Lachen bringen können. Nur gemeinsam entsteht ein stimmiges Bild. So lernen die Grundschüler in der Zirkuswoche nicht nur kleine Kunststückchen, sondern vor allem auch das Miteinander.
Nur selten sieht man sonst die großen Sechsklässler mit den kleinen Erstklässlern gemeinsam spielen. Beim Zirkus aber ist alles möglich. Mit etwas Geschick und viel Übung studieren die Kinder auch das Jonglieren mit Ringen und Bällen ein. "Das ist schwierig, aber manchmal haben wir Kinder mit Vorkenntnissen", sagt Daniel Spindler. "Jedes Kind findet seine Rolle, ob sportlich oder dick, schüchtern oder extrovertiert. Und wenn unter professioneller Anleitung gearbeitet wird, sind effektvolle akrobatische Übungen und ganze Nummern in kurzer Zeit zu verwirklichen."
Schon ein Jahr bevor die Projektwoche startet, kümmert sich der Zirkus-Geschäftsführer um die Besprechungen und Planungen mit den Schulen. Mit zwei Wohnwagen und einem Lkw geht es dann quer durch Deutschland. Nur selten bleibt Zeit für eine Verschnaufpause in der niedersächsischen Heimat Wolfenbüttel. "Das Zirkusleben ist kein Zuckerschlecken", sagt Daniel Spindler. Den größeren Kindern erzählt er von den Anstrengungen, die das Reisen, das Auf- und Abbauen und das Training mit sich bringen. Doch der Applaus vom Publikum entschädigt. Das lernen auch die Kinder schnell. "Alle sind aufgeregt, wenn sie geschminkt und kostümiert auf ihren Auftritt warten", weiß Daniel Spindler.
Der Ehrgeiz wird zudem noch von der Tatsache angestachelt, dass die Besten an der großen Abschlussgala noch einmal auftreten dürfen. Ein Ziel des Mitmachzirkus ist es, in der Gruppe durch gemeinsames Handeln voneinander und miteinander zu lernen. Respektvolle Zusammenarbeit sowie Verantwortung für sich und andere zu übernehmen ist Teil des pädagogischen Konzepts in der Manege.

Schwedt, 14. Mai 2012, Oliver Voigt Quelle: Märkische Oderzeitung

Mit Feuereifer einen Traum erfüllt

Nachwuchs-Piraten enterten die Johannes- Schoch-Schule.

Fünf Tage lang gab's Zirkus in der Johannes-Schoch-Schule Königsbach.
Zum Ende des Schuljahrs ging es bei viel Jubel und Trubel noch einmal so richtig rund in der Grund- und Hauptschule. Einem Projekt mit dem «Circus Flip-Flop» war es zu verdanken, dass sich Hunderte von Kindern austoben konnten.
Und auch für Schulleiter Leo Hammerschmidt ging auf diese Weise ein langjähriger Traum in Erfüllung, wie er unumwunden zugab.

Kooperation mit Profis

Vier Vormittage lang probten meist vier Klassen gleichzeitig im Zirkuszelt auf dem Schulsportplatz mit den «Flip-Flop»-Profis und jeden Abend stellten die Nachwuchsartisten das Gelernte im Zirkuszelt vor. Die 350 Plätze waren stets voll besetzt.
«Manche Kinder waren fünfmal da», staunte selbst Hammerschmidt über den Eifer seiner Schüler. Am fünften Tag durften dann die Besten bei der «Gala» das Programm gestalten. Wie bei allen Vorstellungen zuvor tobten lustige, freche Clowns durch die Manage, es wurde jongliert und geturnt, Cowboys schossen rückwärts Luftballons ab, Piraten stachen mit langen Schwertern in eine Kiste, aus der das «Opfer» dennoch unversehrt ausstieg, Tauben und Ziegen wurden gebändigt und HulaReifen im Dutzend um die Taille geschwungen.
An den letzten beiden Abenden übernahm die Zweitklässlerin Neavah die Rolle des Zirkusdirektors und führte souverän durchs Programm.
Es gab auch ein Fest-Café, wofür die Eltern gebacken hatten, heiße Würste, und der Duft von Popcorn ging durchs Zelt.

Teilnehmer von sich überzeugt

Zufrieden waren die Akteure allesamt mit ihrer Leistung und manche auch erstaunt darüber, was so alles in ihnen steckt.
Und das alles in den letzten Schultagen. Da drehte etwa der achtjährige Guiseppe bunte Teller auf Stäben. «Ich war gut, deshalb kann ich heute wieder mit machen.
Mir hat das gut gefallen», sagte er als Teilnehmer der Gala-Veranstaltung voller Stolz. Der neunjährige Oliver war als Pirat mit der Zauberkiste ebenso von seiner Leistung überzeugt. Er fand die ganze Woche gut, weil da ja «nicht wirklich Schule» war. «Heute hab' ich nochmal mitgemacht, damit ich mein Zimmer nicht aufräumen musste», verriet er sein Motiv beim Abschlussabend dabei zu sein.
Beteiligt an dem Projekt waren die zehn Grundschulklassen und die letzte neunte Hauptschulklasse der Johannes-Schoch-Schule, vier Außenklassen der Heynlinschule und zwei der Schule am Winterrain Ispringen.

Königsbach, 01. August 2011 Quelle: Pforzheimer Zeitung

Steiner Kinder treten beim Mitmach-Zirkus «Flip Flop» auf

Bei «Flip Flop» hat jeder Schüler seinen großen Auftritt

«Manege frei!» hieß es für die Steiner Grundschüler am Dienstagabend im Rundzelt auf dem Sportplatz.
Der Mitmach-Zirkus Flip Flop war zu Besuch und bot den Kindern die Möglichkeit, vor Mamas, Papas, Omas, Opas und Geschwistern zu zeigen, was in ihnen steckt.

Egal ob als lustiger Clown, artistischer Akrobat oder Tierdompteur - jedes Kind hat beim Zirkusprojekt seinen großen Auftritt. Dementsprechend gut war die Stimmung im Zelt:
Begeistert feuerte das Publikum die kleinen Stars in der Manege an und belohnte jedes Kunststück mit kräftigem Applaus. Akrobatisches Geschick zeigten gleich zu Beginn die Turner: Sogar die schwierige Menschenpyramide meisterten sie mit Bravour.
Was folgte, war ein buntes, abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm. Da wollten die Clowns partout nicht gehorchen, als ihnen das Musizieren und Krach machen verboten wurde. Da stürmten Piraten und Cowboys die Bühne. Da zeigte der Zirkusnachwuchs, was man mit Tauben und Ziegen so alles anstellen kann. Und da hüpften geschickte Tellerdreher auf einem Bein, ohne die rotierenden Teller fallen zu lassen. Und weil ein richtiger Zirkus auch einen Zirkusdirektor hat, kündigte Sebastian als eben solcher wacker und humorvoll die Showeinlagen seiner Mitschüler an.
Die Kinder hatten nur zwei Tage Zeit, das Programm einzustudieren. Eine Woche lang ist der Zirkus Flip Flop zu Gast in Stein und in dieser Zeit müssen nicht nur die Kunststücke gelernt, sondern auch drei Auftritte absolviert werden. Wie das geht? «Das funktioniert hervorragend», sagt Zirkuschef Daniel Spindler. «Die Kinder wollen ja gefordert werden.» Die Aufmerksamkeit sei also groß, wenn er und seine Kollegen am Anfang der Projektwoche die verschiedenen Kunststücke vorstellen und erklären, um was es geht. Dann, erzählt Schindler, schnellen sogleich die Finger in die Höhe. Jedes Kind darf sich aussuchen, in welchem Bereich es mitmachen will. Wer gut turnen kann, macht bei einer artistischen Nummer mit, wer keine Angst vor Ziegen oder Vögeln hat, wählt eine Tiernummer.
Auch Schulleiter Wolfgang Schickinger ist von dem Konzept überzeugt: «Der zirkuspädagogische Ansatz gefällt mir gut. Jedes Kind findet seinen Platz und kann außerhalb des normalen Unterrichts zeigen, was in ihm steckt.»
Der Zirkus Flip Flop stammt aus Buchhorst und ist bundesweit unterwegs. Schulen, die Interesse haben, können sich für eine Projektwoche bewerben. Im Oberallgäu, sagt Wolfgang Schickinger, sei die Grundschule Stein die erste, die den Zirkus eingeladen hat. Und das mit gutem Grund: Jede Menge leuchtende Kinderaugen waren am Dienstagabend der Beweis. Denn schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass es heißt: «Manege frei!»

Immenstadt, 29. Juli 2011, Riccarda Gschwend Mit freundlicher Genehmigung von: www.all-in.de

Ziegen dressieren statt Mathe pauken

Hinter der Grundschule Großaitingen hat der Zirkus «Flip-Flop» sein Zelt aufgeschlagen. In einer Woche lernen die Kinder Tricks Von Daniela Deeg

Steffi aus der Klasse 2a seufzt genervt. Schnuffi macht nicht, was sie will. «Schnuffi, komm´ jetzt», sagt Steffi energisch und zieht an der Leine. Doch die braune Ziege knabbert lieber am Busch. Dabei müssen sie die beiden doch für die Zirkusnummer trainieren.
Die Ziege Schnuffi gehört zum Mitmachzirkus «Flip-Flop», der diese Woche sein Zirkuszelt im Pausenhof der Grund- und Mittelschule Großaitingen aufgeschlagen hat. Fünf Tage lang verwandeln sich drei bis vier Schulklassen von der ersten bis zur sechsten Klasse täglich in Clowns, Akrobaten, Jongleure und Dompteure.
In vier Stunden bringen Daniel Spindler, seine Verlobte Angelique Sperlich, ihre Schwester Daina Sperlich und deren Ehemann Simon Spindler den Schülern eine Zirkusnummer bei, die sich die Kinder selbst aussuchen können. Abends führen sie das Gelernte dann Eltern und Geschwistern vor.
Günter und Erik aus der Klasse 6b haben sich für das Tellerdrehen entschieden. Günter liegt auf dem Boden, seine Augen fixieren den Teller, den er auf einem Stock balanciert. Ganz vorsichtig dreht er sich um die eigene Achse. «Wow, schau´ mal, ich hab´ mich gedreht», ruft er stolz zu seinem Mitschüler Erik hinüber. «Gut», ruft Daina Sperlich, die sie anleitet. «Jetzt versucht mal, den Stock in der Handfläche zu balancieren», fordert sie die Buben auf und macht es vor. Die beiden machen es sofort nach.
Im Juli 2010 hatte die Lehrerin Elisabeth Egetemeir in unserer Zeitung gelesen, dass der Zirkus «Flip-Flop» sein Lager in der Schule in Hiltenfingen aufgeschlagen hatte. Eine Projektwoche «Rund um den Zirkus» wollte sie auch für ihre Schule.
Doch nun gehört die Manege den Ziegen und ihren Dompteuren. «Ihr müsst eure Ziege mit Namen ansprechen und laufend die Kommandos wiederholen», erklärt Daniel Spindler den Kindern. Vor zehn Jahren haben er und seine drei Kollegen den Mitmachzirkus gegründet. Alle stammen aus alten Zirkusfamilien. Wegen eines Bandscheibenvorfalls musste Daniel Spindler als Akrobat aufhören – schweren Herzens. «Die Handstandnummer fehlt mir», sagt er wehmütig. Doch die Arbeit mit den Kindern, ihre Erfolge und ihre Freude gleicht das aus. Außerdem spielt Daniel Spindler als Clown in den Kindervorstellungen mit. «Ich brauche das Publikum einfach», sagt er und lächelt.

Großaitingen, 30. Juni 2011, Daniela Deeg Quelle: Schwabmünchner Allgemeine